Jahresbericht 2010
Geehrte Mitglieder der Jungliberalen Langenthal und Umgebung
Seit einem Jahr darf ich nun diese Jungpartei präsidieren. Ich möchte kurz auf die wichtigsten Ereignisse in diesem Jahr zurückblicken und den Moment auch nutzen, um einen Blick in die Zukunft zu
werfen.
Die Jungliberalen Langenthal und Umgebung nutzten 2010 zur Neuorganisation nach den diversen Wechseln im Vorstand. Die Lancierung des hauseigenen Newsletters fand im Herbst 2010 statt. Ich bitte
euch, diesen via Homepage www.jll.ch zu abonnieren. Dieser Newsletter soll den Mitgliedern dienen, sich über die Aktivitäten der jll ein Bild machen zu können und bei Abstimmungen und Wahlen die
Parolen der jll und die dazugehörige Argumentation zu verstehen. Selbstverständlich möchten wir damit aber auch unsere Sympathisanten und die Medien informieren, um uns wider dem momentanen Ruf
eines Freisinns, der sich uneinig ist, öffentlich zu positionieren. Falls dieser Newsletter also auch an Externe gelangt, sind wir auch nicht unglücklich. Sehr wichtig ist es mir, dass wir mit
Feedbacks eindeckt werden, damit wir und ständig verbessern können.
Wie jedes Jahr fand im Dezember der Chlousehöck im Würgerchäuer statt. Ich danke allen Teilnehmenden für diesen – wie immer – gemütlichen Abend, insbesondere dem Präsidenten der Jungfreisinnigen
Kanton Bern, Patrick Minder, der für ein Raclette den Weg von Oberhofen nach Langenthal auf sich nahm.
Das Jahr 2010 war für den Langenthaler Freisinn ein Jahr zum Jubeln. Johann Niklaus Schneider-Ammann wurde im September zum Bundesrat gewählt. Diese Wahl wurde in Langenthal mit einem grossen
Fest gefeiert. Seitens der Jungliberalen gratulierten wir dem frisch gebackenen Bundesrat mit einem Korb voller leckeren Köstlichkeiten aus unserer Region – damit Langenthal, die Umgebung und der
junge Freisinn auch in der stressigen Zeit in Bern nicht vergessen gehen.
Um das 2010 abzurunden möchte ich an dieser Stelle meinem Vizepräsidenten Adi Dinkelmann herzlich danken. Er übernahm die Leitung er Partei während meinen drei Monaten in London. Gewohnt souverän
und mit grosser Motivation führte er die jll zwischen Herbst und Winter 2010.
Wir haben gut vier Monate im 2011 hinter uns; vier Monate die einiges zu erzählen wissen. Zum Beispiel: Die jll stellt zwei neue Stadträte. Pascal Dietrich übernahm per 01.01.2011 das Amt von
Mirko Hegi und Lukas Felber jenes vom Patric Oppong per 01.04.2011. Ich danke den ehemaligen Stadträten herzlich für ihr langjähriges Engagement. Den beiden neuen Amtsträgern wünsche ich viel
Erfolg in dieser politisch herausfordernden Zeit.
Im März stand die Ersatzwahl für den freigewordenen Ständeratssitz (Simonetta Sommaruga) des Kantons Bern an. Trotz grosser Unterstützung resultierte für die Kandidatin der FDP, Christina
Markwalder, nur der dritte und letzte Platz. Im zweiten Wahlgang sicherte sich der SVPler Adrian Amstutz den Sieg gegen Die Kandidatin der SP, Ursula Wyss. Diese Wahlen repräsentierten die
aktuelle politische Lage bestens: Durch Polemik verschaffen sich die Aussenparteien Gehör und Stimmen. Sachpolitik ist zur Zeit nicht gefragt, dies bestätigte auch BR Johann Niklaus
Schneider-Ammann an der DV der Jungfreisinnigen Kanton Bern. Als ob dies nicht bereits genug des Übels wäre, verstritt sich die FDP des Kantons Bern intern nach diesen Wahlen. Diese auch
öffentlich austragenden Meinungsverschiedenheiten schwächten und schwächen die Partei zusätzlich auch im Hinblick auf die nationalen Wahlen im Herbst.
Das nächte Unheil für die Mitteparteien brachte das verheerende Erdbeben in Japan. Mit der daraus folgenden Nuklearkatastrophe in Werk Fukushima 1 kamen die Diskussionen um die
Atomenergie in Gang. Insbesondere die Grünliberale Partei konnte diesen „Fukushima-Effekt“ zu Ihren Gunsten ausnutzen und gewann in diversen kantonalen Wahlen viele Sitze. Aber auch die Grüne
Partei der Schweiz, sowie die Sozialdemokraten nutzten und nutzen den Moment, um stark gegen die atomare Energie zu politisieren. Wäre die Abstimmung um Mühleberg eine Woche später gewesen, hätte
die Vorlage nicht den Hauch einer Chance gehabt, da bin ich mit absolut sicher. Der Freisinn hat bei der Atomfrage gespalten gezeigt. Sachpolotisch und realistisch gesehen ist es unmöglich von
heute auf morgen auf die AKWs zu verzichten. Diese liefern die Grundversorgung an Energie für die gesamte Schweiz. Daher ist es meiner Meinung nach fahrlässig, jetzt einfach auf die sofortige
Abschaltung dieser zu plädieren und so die Hysterie weiter anzufeuern. Dies soll nicht falsch interpretiert werden, ich und der gesamte Jungfreisinn sind sehr für die erneuerbare Energie und
dafür setzen wir uns auch seit Jahren ein. Um aber binnen absehbarer Frist, das heisst in gut zehn Jahren, AKWs mit neuen Energien ersetzen zu können, muss die Förderung dieser viel stärker
vorangetrieben werden. Bedenkt aber noch eines: Sollte die Schweiz eines Tages effektiv ohne AKWs sein, sind wir immer noch umgeben von diversen zum Teil sehr alten Anlagen im nahen Ausland und
wären bei einer Katastrophe direkt betroffen.
Ich möchte zum Schluss nun in die Zukunft schauen. Im Oktober 2011 stehen die Parlamentswahlen an und die aktuelle politische Situation spricht nicht unbedingt für einen rosigen Ausgang dieser
Wahlen für den Schweizer Freisinn. Nichtsdestotrotz wollen wir kämpfen und uns erst zum Schluss geschlagen geben müssen. Die Jungfreisinnigen des Kantons Bern steigen mit zwei Listen in die
Wahlen, davon sind vier Kandidaten von der jll. Die jungen sogenannten „Topshots“, Christian Wasserfallen, Christa Markwalder, Alexandra Thalhammer und Christine Bobst werden auf der FDP-Liste zu
finden sein. Vom Resultat dieser Wahlen wird viel abhängig sein, für mich primär natürlich die Position und Stärke des Freisinns. Schon jetzt mache ich darauf aufmerksam, dass in Langenthal 2012
ebenfalls die Stadt- und Gemeinderatswahlen anstehen und – realistisch gesehen – die jll mächtig zu kämpfen haben wird. Aber auch hier: Wir sind gewillt zu kämpfen und wir sind überzeugt, dass
unsere Politik weiterhin nur zum Wohle der Stadt und im besten Sinne für die Jungend gemeint ist.
Ich danke meinen Vorstandsmitgliedern für Ihre Arbeit in den letzen zwölf Monaten. Dank Ihnen habe ich verlässliche Partner und es ist toll, mit solchen Menschen zusammenarbeiten zu dürfen. Ein
grosses Merci an den Präsidenten der JFBE, Patrick Minder, der mit ungeheurem Engagement für den Jungfreisinn kämpft. Weiter danke ich dem Präsidenten der FDP Langenthal Ruedi Lanz für die gut
angelaufene Zusammenarbeit. Und schliesslich danke ich allen Mitgliedern der Jungliberalen Langenthal und Umgebung für die Unterstützung unserer Partei.
Langenthal, den 4. Mai 2011
Mit liberalen Grüssen
Der Präsident
Lukas Bissegger
JLL